Lernort Staatsregierung

Lernort Staatsregierung

Der Informationstag „Lernort Staatsregierung“ findet auf Beschluss der Bayerischen Staatsregierung statt. Das Projekt wird durch die Bayerische Landeszentrale für politische Bildung  organisiert. Dabei besuchen Schulklassen ein Bayerisches Staatsministerium und die Bayerische Staatskanzlei. Jede Schule kann sich in jedem Schuljahr für einen Termin für eine Gruppe mit 33 Schülern bewerben.

Bayerische Staatkanzlei

Am 4. Oktober nahm wieder eine Schülergruppe aus der Jahrgangsstufe 11 und 12 am Projekttag „Lernort Staatsregierung“ teil. Heuer waren wir in der Bayerischen Staatskanzlei.

Programm (Auswahl)

Begrüßung durch den Leiter der Bayerischen Staatskanzlei StM Dr. Florian Herrmann

Öffentlichkeitsarbeit Alexander Wegmaier

Aktuelle Fragen der europäischen Einigung Dr. jur. Katharina Hellmann

Das Schreiben von Reden: Martin Nieroda

Führung durch die Staatskanzlei: Sabine Lauterbach und Dr. Carolin Kerschbaumer

Lernort Staatskanzlei

Der Staatsapparat hinter dem Ministerpräsidenten

Wenn man „Bayerische Staatsregierung“ hört, denkt man zunächst an Söder. … Dass hinter diesem Wort ein riesiger Apparat von Politikern, Beamten, Experten, Redenschreibern und vieles mehr steckt, durfte eine Schülergruppe aus der Oberstufe im Rahmen des Projekttages „Lernort Staatsregierung“, organisiert von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildung, am 4. Oktober erfahren.

… Nach einer Begrüßung und einer kurzen Einführung in die Strukturen und Aufgabenverteilungen der Regierung, kam auch schon der hochrangige Gast, Herr Dr. Florian Herrmann, seit April Leiter der Staatskanzlei, um uns seine Aufgaben vorzustellen. Bald durften wir dann Fragen stellen, die sich auf die bevorstehende Wahl, die schlechten Wahlumfragen für die CSU und aktuelle politische Themen bezogen. …

Der zweite Referent war Alexander Wegmaier, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit. Er stellte uns die Veränderung seiner Arbeit im digitalen Zeitalter vor und die verschiedenen Methoden Bürger über die Arbeit der Staatsregierung zu informieren. …

Als letzter Gast vor dem Mittagessen in der Kantine war Dr. jur. Katharina Hellmann aus dem Staatsministerium für Medien, Digitales und Europa da, die auf Europa spezialisiert ist und auch lange Zeit für die Kommission in Brüssel gearbeitet hat. Mit ihr haben wir über aktuelle Themen wie die Flüchtlingsproblematik, Finanzpolitik und die Integration von Oststaaten wie Bulgarien in den Schengenraum diskutiert. …

Besonders anregend war der Vortrag von Martin Nieroda, einem jungen Deutschlehrer, der nun für Markus Söder, Dr. Florian Herrmann und Georg Eisenreich Reden schreibt. … Anhand einer Rede anlässlich der Verabschiedung des 116. Offizierslehrganges der Luftwaffe analysierten wir die Wirkung von rhetorischen Stilmitteln und diskutierten auch über einige Phrasen, wie zum Beispiel die Verabschiedung mit den Worten „Gott schütze Sie!“

Insgesamt war der Ausflug für alle Beteiligten sehr spannend und lehrreich, wir haben einen direkten Einblick vor Ort bekommen, hatten hochrangige Vertreter aus verschiedensten Bereichen zu Besuch und durften viele Fragen stellen. Das Fazit also: Auch wenn es in den Medien oft so wirkt: Söder schmeißt den Laden nicht allein!

Bericht gekürzt aus dem Fotojahrbuch von Carlotta Rothenfußer Q11

Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

Am 21. September 2017 besuchte eine Schülergruppe des Maximiliansgymnasiums das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration und die Bayerische Staatskanzlei.

Bilder: Johannes Auer und Daniel Carstensen Q11 im Schuljahr 2017/18

Bericht (gekürzt) aus dem Fotojahrbuchartikel von Daniel Carstensen

Seit der Flüchtlingskrise in Jahr 2015 war die Aufnahme und Integration der hunderttausenden, in Deutschland Asylsuchenden stets in der Kontroverse. Die Durchführbarkeit dieser Herkulesaufgabe wurde entgegen Merkels „Wir schaffen das“ oft angefochten, vor der Entstehung von Parallelgesellschaften gewarnt.

Entsprechend gespannt waren wir alle, als wir uns an einem sonnigen Herbstmorgen vor dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration trafen. Hier würden wir nun einen direkten Einblick in die Integrationspolitik Bayerns erhalten und erfahren, was aus all den Menschen wurde, die 2015 am Münchner Hauptbahnhof ankamen, hofften wir. Und unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Zunächst wurden wir in einen großen Konferenzraum geführt, wo bereits Getränke und belegte Semmeln auf uns warteten. Nach einer kurzen, aber herzlichen Begrüßung und Einleitung von Frau Beate Michl von der Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, ging es dann auch schon mit dem ersten Vortrag des Tages los: Über den Verlauf einer Stunde erklärte uns Herr Ministerialdirektor Dr. Markus Gruber das deutsche Asylrecht, die momentane Situation, der in Bayern lebenden Flüchtlinge, und die Integrationsarbeit, die das Ministerium für diese leistet und von Deutschkursen über duale Ausbildungsmöglichkeiten bis hin zur Wohnungsvermittlung geht. Zudem beantwortete Herr Gruber unsere Fragen über kontroverse Themen wie einer Obergrenze und dem ausgesetzten Familiennachzug. …

Gestärkt gingen wir ein letztes Mal zu unserem Konferenzraum und machten uns nach einem kurzen Briefing von Frau Michl über die bayerische Staatsregierung und Staatskanzlei zu eben dieser auf. Dort angekommen wurden wir von Frau Dr. Carolin Kerschbaumer, der Leiterin der Pressestelle der Bayerischen Staatskanzlei, begrüßt und durch das historische Gebäude des ehemaligen, bayerischen Armeemuseums geführt. Zunächst besichtigten wir den imposanten Kuppelsaal, das Herzstück der Staatskanzlei, dessen namensgebende Kuppel beide Weltkriege überstand. Weiter ging es zum eigentlichen Höhepunkt der Führung: dem Ministerratssaal. In diesem eindrucksvollen Raum ließen wir uns nieder und erhielten von Frau Kerschbaumer allerlei Informationen über den Ablauf einer Kabinettssitzung und die Arbeit der Staatskanzlei. Schließlich begaben wir uns zum obligatorischen Gruppenfoto in den Pressesaal.

 

Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Am Donnerstag, dem 22. September 2016 besuchte eine Schülergruppe der Q11 des Maximiliansgymnasiums das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und die Staatskanzlei.

Ablauf:

Vortrag „Landwirtschaft in  Bayern“

„Aufgaben und Arbeitstag des Ministers“

„Hochwertige Nahrungsmittel aus der Pflanzenproduktion“

Einführung in das Bayerische Regierungssystem

Besuch in der Staatskanzlei

Ein Schülerbericht:

Als wir uns, also die Teilnehmer/innen des Projekttags Lernort Staatsregierung unter der Leitung von Herrn Heinrich und Herrn Huber, vor dem Landwirtschaftsministerium, an einem kühlen, aber dennoch vielversprechenden Herbstmorgen einfanden, war die Stimmung ausgelassen. Von den Schülern und Schülerinnen wusste keiner so Recht, was sie von einem Ministerium halten sollte, in dem der Hauptakteur offenbar eine Steckrübe ist.

Wir erhielten eine kurze Einführung in die Tagesplanung von Frau OStRin Lauterbach von der Landeszentrale für politische Bildung, die für die Organisation des Projekttags Lernort Staatsregierung zuständig ist. Begleitet wurden wir im Landwirtschaftsministerium von Herrn Regierungsrat Schilcher, der uns zuerst den Aufbau des Ministeriums erläutere und zugleich auch unser erster Referent war.

Der Vortrag „Landwirtschaft in Bayern“ stellte sich als erstaunlich informativ und das Ministerium als enorm wichtig heraus. Beispielsweise ist Bayern das einzige Bundesland, in dem es ein eigenständiges Ministerium für Land- und Forstwirtschaft gibt. Dies ist auch notwendig, da Bayern sich etwas Einzigartiges bewahrt hat, eine mehr oder weniger intakte Bauern- und Landkultur, auch wenn die Zahl der Vollerwerbslandwirte leider abnimmt. Wenn Sie also am Wochenende aufs Land fahren und die weltbekannte Szenerie von Bergen, Wipfeln und Feldern genießen, ist dies zum Großteil ein Verdienst dieses Ministeriums.

Als politisch interessierte Schüler und Schülerinnen des Maximiliansgymnasiums nutzten wir natürlich die Gelegenheit auch einige kontroverse Fragen zu stellen. So kamen wir unweigerlich auf das Thema TTIP zu sprechen.

Nun wurde es wirklich interessant. Da Herr RR Schilcher TTIP verteidigte, konnte sich ein neuer Blickwinkel auftun, unter welchem keiner von uns dieses Freihandelsabkommen bisher betrachtet hatte, vor Allem weil wir gewohnt waren, TTIP eher negativ zu sehen. Zur Frage, inwieweit sich große Agrar- und Lebensmittelkonzerne auf die bayerische Landwirtschaft und die Verbraucher und Verbraucherinnen auswirken würden, erhielten wir die Antwort, dass sich für die Verbraucher keine Nachteile auftun würden, da sie ja nach wie vor entscheiden könnten, welches Produkt sie im Supermarkt kaufen. Wir konnten da nicht ganz zustimmen, da es doch in der Praxis oft so ist, dass sich der Durchschnittskäufer eher vom Preis als von der Herkunft beeindrucken lässt. Wäre das nicht die Realität, so müssten wir uns keine Gedanken mehr über Billigproduktionen von Fleisch machen. In einem Punkt muss ich aber zustimmen, nämlich dass wir ähnlich wie die Österreicher mehr Wert auf regionale und saisonale Produkte legen sollten.

Als Nächstes auf der Tagesordnung stand ein Besuch im Büro des Staatsministers Brunner. Der Minister selbst war nicht anwesend, doch sein Büroleiter Herr Sedlmayer konnte uns in den Alltag eines Ministers einführen und stand unseren Fragen Rede und Antwort.

Im nächsten Vortrag „Hochwertige Nahrungsmittel aus der Pflanzenproduktion“ erläuterte der Referent uns passioniert die unterschiedlichen Feldfrüchte, die in Bayern angebaut werden, und deren Verwendung. Dabei konnte man einige interessante Fakten aufschnappen: zum Beispiel ist Bayern der größte Hopfenerzeuger der Welt.

Auch hier kamen wir bald auf ein kontroverses Thema zu sprechen, die Gentechnik. Während die sogenannte „rote Gentechnik“ in der Medizin anerkannt wird, hat es die „grüne Gentechnik“ in der Landwirtschaft schwer. Hier stellte sich dann auch die Frage, inwieweit das gerechtfertigt ist. Zum einen ist es ja so, dass die Nutzung von gentechnisch veränderten Pflanzen Vorteile haben, wie Resistenz gegen manche Schädlinge, ein geringerer Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und unter Umständen höhere Erträge. Zum Anderen wird etwas generiert, das eigentlich nicht natürlich ist. Überdies kommt die moralische Frage auf, inwieweit der Mensch seine Umwelt zu seinen Gunsten verändern darf. In Deutschland ist „grüne Gentechnik“ nicht zugelassen, doch mit dem transatlantischen Freihandelsabkommen würde der Markt auch ausländischen Produzenten geöffnet werden, die durchaus mit Gentechnik arbeiten. So schloss sich der Kreis der Debatte wieder.

Im Anschluss begaben wir uns alle in die unweit gelegene Bayerische Staatskanzlei. Dort war es anfänglich eher weniger politisch. Wir erhielten eine durchaus informative historische Führung durch das geschichtsträchtige Gebäude. Auch hier war alles wie im Landwirtschaftsministerium renoviert, allerdings wirkte es auch unpersönlicher. Als krönender Abschluss gipfelte unsere Führung im Ministerratssaal, bei der uns die Sitzordnung der einzelnen Minister erklärt wurde, mit einem wunderbaren Blick auf ein sonniges München am Nachmittag.

Abschließend möchte ich der Schule und allen voran Herr Heinrich danken, der den Schulalltag mit politischen Exkursionen (Berlinfahrt, Ministerien, etc.) bereichert. Es ist wirklich ein großartiges Projekt den Schülern und Schülerinnen Einblick in die deutsche Politik zu geben. Wir alle wissen das zu schätzen.

Text: Alexander May Oberstufenjahrgang 2016/18; Artikel gekürzt, vollständiger Artikel erscheint im Fotojahrbuch

Fotos: Leonard Freißmuth Oberstufenjahrgang 2016/2018

 

Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

Am 23. September 2015 besuchte eine Schülergruppe des Maximiliansgymnasiums das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration und die Bayerische Staatskanzlei.

Resümee eines Schülers:

„Dieser Tag war eine gute Möglichkeit die Weichenstellungen in der Politik, insbesondere die der bayerischen Staatsregierung, kennen zu lernen. Gerade die Gespräche mit Mitarbeitern und Verantwortlichen des StMAS brachten uns Politik sehr nahe. Politik ist eine sehr theoretische Sache, jedoch hat der Projekttag „Lernort Staatsregierung“ uns näher an die Praxis herangeführt, insbesondere was die hochaktuelle Flüchtlingsfrage betrifft.“ (vollständiger Bericht im Fotojahrbuch 2015/16)

Die Schülergruppe der Q11 und die Sozialkundelehrkräfte bedanken sich recht herzlich bei Herrn Kolitsch von der Landeszentrale für politische Bildung für die gute Organisation und die interessante Führung durch die Staatskanzlei, bei Frau Dr. Grienberger-Zingerle und Herrn Ministerialdirektor Dr. Markus Gruber vom Sozialministerium für die zur Verfügung gestellte Zeit und ihren gelungenen und abwechslungsreichen Vorträgen zur Organisation des Sozialministeriums und zur aktuellen Asylpolitik.

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Kabinettsaal in der Bayerischen Staatskanzlei

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Die Schülergruppe der Q 11 mit StR Bernhard Huber vor der Staatskanzlei am Reiterdenkmal (Otto von Wittelsbach)

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