Lernort Staatsregierung

Lernort Staatsregierung und Planspiele

Planspiel Der Landtag sind wir!

Am Freitag, den 1. März waren drei Referenten des Centrums für angewandte Politikforschung zu Gast und führten das Planspiel Der Landtag sind wir! mit der 11. Jahrgangsstufe durch. Die Jahrgangsstufe aufgeteilt in fiktive Fraktionen des Landtags befasste sich mit dem Thema Schulreformen und arbeitete in drei Ausschüssen an einem oppositionellen Gesetzesantrag zum Abschaffen des Sitzenbleibens. Zum Abschluss der Veranstaltung besuchten uns zwei Landtagsabgeordnete. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten.

Die Referenten Julia Potthoff (links) und Marius Oberberger (rechts) zusammen mit einem Teil der 11. Jahrgangsstufe und den Landtagsabgeordneteten Christian Hierneis und Ruth Waldmann; nicht auf dem Bild Referent Jakob Schmid

Lernort Staatsregierung

Der Informationstag „Lernort Staatsregierung” findet auf Beschluss der Bayerischen Staatsregierung statt. Das Projekt wird durch die Bayerische Landeszentrale für politische Bildung  organisiert. Dabei besuchen Schulklassen ein Bayerisches Staatsministerium und die Bayerische Staatskanzlei. Jede Schule kann sich in jedem Schuljahr für einen Termin für eine Gruppe mit 33 Schülern bewerben.

Lernort Staatsregierung Brüssel 2022

Vom 6. bis 8. November hatten 31 Schülerinnen und Schüler der Q11 des Maximiliansgymnasiums die Möglichkeit die Institutionen der Europäischen Union vor Ort in Brüssel kennenzulernen. Das Projekt ,,Lernort Staatsregierung Brüssel” der Landeszentrale für politische Bildung wurde mit einer umfangreichen Stadtführung eingeleitet und im Anschluss durften sich die Schülerinnen und Schüler in der Europäischen Kommission einen Vortrag über deren Mitwirkungsrechte im Gesetzgebungsverfahren anhören. Danach ging es weiter zur Vertretung des Freistaates in Bayern in Brüssel. Dort erfuhr man, welche Funktion die Bayerische Vertretung hat und wie sich der Freistaat Bayern in der EU einbringen kann. Nach einem Mittagsimbiss besuchte die Gruppe das Haus der europäischen Geschichte, um sich noch einmal die Vergangenheit und Gegenwart Europas von der Antike bis zur Neuzeit zu veranschaulichen. Am nächsten Morgen wurde das Projekt mit einem Besuch im Europäischen Parlament abgerundet. (Text Matilda Ritzer)

Ein großer Dank ergeht an die Landeszentrale für politische Bildung und ihrem Mitarbeiter StD Alexander Müller für die Einladung und die Organisation des Programms.

Mir hat die Fahrt (trotz der langen Anreise) und die Stadt Brüssel sehr gut gefallen. Besonders lehrreich war der Einblick in die verschiedenen EU-Institutionen, da dadurch das politische System verständlicher wurde und uns auch der Einfluss Europas auf unseren Alltag aufgezeigt wurde.

Ich fand die Brüsselfahrt insgesamt sehr schön. Der Besuch im Parlament war sehr interessant und durch die Stadtführung konnten wir Brüssel gut kennenlernen. Außerdem war es sehr gut, dass wir am späten Nachmittag und Abend keine Verpflichtungen mehr hatten, sondern uns noch die Sachen anschauen konnten, die uns persönlich interessiert haben.

Besonders interessant fand ich an der Brüsselfahrt, dass wir einen sehr guten Einblick in die einzelnen Institutionen der EU bekommen haben. Beispielsweise durch den Besuch des Plenarsaals des Europäischen Parlaments.

Ich fand die Studienreise nach Brüssel sehr gelungen, da wir viel über die EU und die Zusammenhänge zwischen den Ländern gelernt haben. Wir hatten ein straffes und interessantes Programm, was uns auch mit unseren Mitschülern mehr zusammengebracht hat, da wir viel Zeit miteinander verbracht haben.

Schülerstatements

Bayrisches Staatministerium für Unterricht und Kultus

Am 17. September nahm wieder eine Schülergruppe aus der Q11 am Projekttag “Lernort Staatsregierung” teil.

Programm (Auswahl)

Öffentlichkeitsarbeit (Barbara Schweinöster)

Persönlicher Referent des Staatsministers Johannes Lindinger

Staatsminister Prof. Dr. Michaele Piazolo

Ministerbüro

Ländervergleich von Schülerleistungen Dr. Christine Modesto

Führung in der Staatskanzlei Markus Baar

Schülerbericht:

Ein Blick hinter die Kulissen des Kultusministeriums

Tag ein Tag aus wird der Alltag von uns Schülern im Wesentlichen von einer Behörde kontrolliert, und es ist uns meist überhaupt nicht bewusst, welchen Einfluss diese hat oder welches Aufgabenspektrum dort erfüllt wird. Um genau das herauszufinden, haben wir diese besichtigt und Genaueres erfahren. …

Nach einer vertieften Erläuterung der Aufgaben des StMUK`s, zu denen unter anderem Integration, Inklusion, die kulturelle Bildung und die Regelung der Lehrpläne gehören, haben wir strukturelle Details des Ministeriums betrachtet. Der Geschäftsbereich des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus umfasst die Angelegenheiten des Schulwesens, der Erziehung sowie die Religions- und Kirchenangelegenheiten, insbesondere

  1. das gesamte Schul- und Unterrichtswesen, 2. die Grundlagen der Bildungspolitik einschließlich Bildungsplanung und Bildungsinformation, 3. die Lehrerbildung und die Lehrerfortbildung, 4. das außerschulische Bildungswesen (Erwachsenenbildung), 5. die Angelegenheiten der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, 6. die Beziehungen des Staates zu den Religionsgemeinschaften, 7. die Angelegenheiten der Stiftungen, die der Religion, der Bildung, dem Unterricht und der Erziehung gewidmet sind.

Alle haben ganz schön gestaunt, als uns offenbart wurde, dass beim Doppelhaushalt des Freistaat Bayerns von ungefähr 60 Millionen Euro das Kultusministerium Ausgaben in Höhe von ca. 13,7 Millionen Euro hat.

Auf diese Reihe von Vorträgen hin wurde es für uns Schüler interaktiver, da wir, um einen Einblick in die Öffentlichkeitsarbeit zu erhalten, unter Anleitung eine Presseerklärung selbst erstellen und formulieren durften.

Daraufhin trafen wir den Kultusminister Prof. Dr. Piazolo persönlich, was eine seltene Besonderheit ist und für uns eines der Highlights des Tages war. Schnell haben wir mit ihm ein Foto gemacht, jedoch eilte er dann wieder direkt zu dem nächsten Termin. Sodann besichtigten wir noch sein Büro, wo wir erneut für Fotos posierten. Zurück in unserem Sitzungssaal erwartete uns schon eine neue Referentin, Frau MRin Dr. Christine Modesto. Mit ihr gemeinsam untersuchten wir Pisa-Studien über die schulischen Kompetenzen deutscher Schüler im Weltvergleich, bei denen Deutschland meistens „nur“ durchschnittlich gut war. Zudem betrachteten wir Studien, die die Leistungsfähigkeit der einzelnen Bundesländer in unterschiedlichen Fächern verglichen. Wie nicht anders zu erwarten, war Bayern in jeder Kategorie, sei es Mathematik oder Orthographie, unter den TOP 3. …

Alles in allem war es ein interessanter und lehrreicher Tag, den wir alle als spannend und positiv in Erinnerung behalten werden.

Eva Freibüchler, Q11

Bayerische Staatkanzlei

Am 4. Oktober nahm wieder eine Schülergruppe aus der Jahrgangsstufe 11 und 12 am Projekttag “Lernort Staatsregierung” teil. Heuer waren wir in der Bayerischen Staatskanzlei.

Programm (Auswahl)

Begrüßung durch den Leiter der Bayerischen Staatskanzlei StM Dr. Florian Herrmann

Öffentlichkeitsarbeit Alexander Wegmaier

Aktuelle Fragen der europäischen Einigung Dr. jur. Katharina Hellmann

Das Schreiben von Reden: Martin Nieroda

Führung durch die Staatskanzlei: Sabine Lauterbach und Dr. Carolin Kerschbaumer

Lernort Staatskanzlei

Der Staatsapparat hinter dem Ministerpräsidenten

Wenn man „Bayerische Staatsregierung“ hört, denkt man zunächst an Söder. … Dass hinter diesem Wort ein riesiger Apparat von Politikern, Beamten, Experten, Redenschreibern und vieles mehr steckt, durfte eine Schülergruppe aus der Oberstufe im Rahmen des Projekttages „Lernort Staatsregierung“, organisiert von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildung, am 4. Oktober erfahren.

… Nach einer Begrüßung und einer kurzen Einführung in die Strukturen und Aufgabenverteilungen der Regierung, kam auch schon der hochrangige Gast, Herr Dr. Florian Herrmann, seit April Leiter der Staatskanzlei, um uns seine Aufgaben vorzustellen. Bald durften wir dann Fragen stellen, die sich auf die bevorstehende Wahl, die schlechten Wahlumfragen für die CSU und aktuelle politische Themen bezogen. …

Der zweite Referent war Alexander Wegmaier, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit. Er stellte uns die Veränderung seiner Arbeit im digitalen Zeitalter vor und die verschiedenen Methoden Bürger über die Arbeit der Staatsregierung zu informieren. …

Als letzter Gast vor dem Mittagessen in der Kantine war Dr. jur. Katharina Hellmann aus dem Staatsministerium für Medien, Digitales und Europa da, die auf Europa spezialisiert ist und auch lange Zeit für die Kommission in Brüssel gearbeitet hat. Mit ihr haben wir über aktuelle Themen wie die Flüchtlingsproblematik, Finanzpolitik und die Integration von Oststaaten wie Bulgarien in den Schengenraum diskutiert. …

Besonders anregend war der Vortrag von Martin Nieroda, einem jungen Deutschlehrer, der nun für Markus Söder, Dr. Florian Herrmann und Georg Eisenreich Reden schreibt. … Anhand einer Rede anlässlich der Verabschiedung des 116. Offizierslehrganges der Luftwaffe analysierten wir die Wirkung von rhetorischen Stilmitteln und diskutierten auch über einige Phrasen, wie zum Beispiel die Verabschiedung mit den Worten „Gott schütze Sie!“

Insgesamt war der Ausflug für alle Beteiligten sehr spannend und lehrreich, wir haben einen direkten Einblick vor Ort bekommen, hatten hochrangige Vertreter aus verschiedensten Bereichen zu Besuch und durften viele Fragen stellen. Das Fazit also: Auch wenn es in den Medien oft so wirkt: Söder schmeißt den Laden nicht allein!

Bericht gekürzt aus dem Fotojahrbuch von Carlotta Rothenfußer Q11

Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

Am 21. September 2017 besuchte eine Schülergruppe des Maximiliansgymnasiums das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration und die Bayerische Staatskanzlei.

Bilder: Johannes Auer und Daniel Carstensen Q11 im Schuljahr 2017/18

Bericht (gekürzt) aus dem Fotojahrbuchartikel von Daniel Carstensen

Seit der Flüchtlingskrise in Jahr 2015 war die Aufnahme und Integration der hunderttausenden, in Deutschland Asylsuchenden stets in der Kontroverse. Die Durchführbarkeit dieser Herkulesaufgabe wurde entgegen Merkels „Wir schaffen das“ oft angefochten, vor der Entstehung von Parallelgesellschaften gewarnt.

Entsprechend gespannt waren wir alle, als wir uns an einem sonnigen Herbstmorgen vor dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration trafen. Hier würden wir nun einen direkten Einblick in die Integrationspolitik Bayerns erhalten und erfahren, was aus all den Menschen wurde, die 2015 am Münchner Hauptbahnhof ankamen, hofften wir. Und unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Zunächst wurden wir in einen großen Konferenzraum geführt, wo bereits Getränke und belegte Semmeln auf uns warteten. Nach einer kurzen, aber herzlichen Begrüßung und Einleitung von Frau Beate Michl von der Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, ging es dann auch schon mit dem ersten Vortrag des Tages los: Über den Verlauf einer Stunde erklärte uns Herr Ministerialdirektor Dr. Markus Gruber das deutsche Asylrecht, die momentane Situation, der in Bayern lebenden Flüchtlinge, und die Integrationsarbeit, die das Ministerium für diese leistet und von Deutschkursen über duale Ausbildungsmöglichkeiten bis hin zur Wohnungsvermittlung geht. Zudem beantwortete Herr Gruber unsere Fragen über kontroverse Themen wie einer Obergrenze und dem ausgesetzten Familiennachzug. …

Gestärkt gingen wir ein letztes Mal zu unserem Konferenzraum und machten uns nach einem kurzen Briefing von Frau Michl über die bayerische Staatsregierung und Staatskanzlei zu eben dieser auf. Dort angekommen wurden wir von Frau Dr. Carolin Kerschbaumer, der Leiterin der Pressestelle der Bayerischen Staatskanzlei, begrüßt und durch das historische Gebäude des ehemaligen, bayerischen Armeemuseums geführt. Zunächst besichtigten wir den imposanten Kuppelsaal, das Herzstück der Staatskanzlei, dessen namensgebende Kuppel beide Weltkriege überstand. Weiter ging es zum eigentlichen Höhepunkt der Führung: dem Ministerratssaal. In diesem eindrucksvollen Raum ließen wir uns nieder und erhielten von Frau Kerschbaumer allerlei Informationen über den Ablauf einer Kabinettssitzung und die Arbeit der Staatskanzlei. Schließlich begaben wir uns zum obligatorischen Gruppenfoto in den Pressesaal.

 

Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Am Donnerstag, dem 22. September 2016 besuchte eine Schülergruppe der Q11 des Maximiliansgymnasiums das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und die Staatskanzlei.

Ablauf:

Vortrag „Landwirtschaft in  Bayern”

„Aufgaben und Arbeitstag des Ministers”

„Hochwertige Nahrungsmittel aus der Pflanzenproduktion”

Einführung in das Bayerische Regierungssystem

Besuch in der Staatskanzlei

Ein Schülerbericht:

Als wir uns, also die Teilnehmer/innen des Projekttags Lernort Staatsregierung unter der Leitung von Herrn Heinrich und Herrn Huber, vor dem Landwirtschaftsministerium, an einem kühlen, aber dennoch vielversprechenden Herbstmorgen einfanden, war die Stimmung ausgelassen. Von den Schülern und Schülerinnen wusste keiner so Recht, was sie von einem Ministerium halten sollte, in dem der Hauptakteur offenbar eine Steckrübe ist.

Wir erhielten eine kurze Einführung in die Tagesplanung von Frau OStRin Lauterbach von der Landeszentrale für politische Bildung, die für die Organisation des Projekttags Lernort Staatsregierung zuständig ist. Begleitet wurden wir im Landwirtschaftsministerium von Herrn Regierungsrat Schilcher, der uns zuerst den Aufbau des Ministeriums erläutere und zugleich auch unser erster Referent war.

Der Vortrag „Landwirtschaft in Bayern“ stellte sich als erstaunlich informativ und das Ministerium als enorm wichtig heraus. Beispielsweise ist Bayern das einzige Bundesland, in dem es ein eigenständiges Ministerium für Land- und Forstwirtschaft gibt. Dies ist auch notwendig, da Bayern sich etwas Einzigartiges bewahrt hat, eine mehr oder weniger intakte Bauern- und Landkultur, auch wenn die Zahl der Vollerwerbslandwirte leider abnimmt. Wenn Sie also am Wochenende aufs Land fahren und die weltbekannte Szenerie von Bergen, Wipfeln und Feldern genießen, ist dies zum Großteil ein Verdienst dieses Ministeriums.

Als politisch interessierte Schüler und Schülerinnen des Maximiliansgymnasiums nutzten wir natürlich die Gelegenheit auch einige kontroverse Fragen zu stellen. So kamen wir unweigerlich auf das Thema TTIP zu sprechen.

Nun wurde es wirklich interessant. Da Herr RR Schilcher TTIP verteidigte, konnte sich ein neuer Blickwinkel auftun, unter welchem keiner von uns dieses Freihandelsabkommen bisher betrachtet hatte, vor Allem weil wir gewohnt waren, TTIP eher negativ zu sehen. Zur Frage, inwieweit sich große Agrar- und Lebensmittelkonzerne auf die bayerische Landwirtschaft und die Verbraucher und Verbraucherinnen auswirken würden, erhielten wir die Antwort, dass sich für die Verbraucher keine Nachteile auftun würden, da sie ja nach wie vor entscheiden könnten, welches Produkt sie im Supermarkt kaufen. Wir konnten da nicht ganz zustimmen, da es doch in der Praxis oft so ist, dass sich der Durchschnittskäufer eher vom Preis als von der Herkunft beeindrucken lässt. Wäre das nicht die Realität, so müssten wir uns keine Gedanken mehr über Billigproduktionen von Fleisch machen. In einem Punkt muss ich aber zustimmen, nämlich dass wir ähnlich wie die Österreicher mehr Wert auf regionale und saisonale Produkte legen sollten.

Als Nächstes auf der Tagesordnung stand ein Besuch im Büro des Staatsministers Brunner. Der Minister selbst war nicht anwesend, doch sein Büroleiter Herr Sedlmayer konnte uns in den Alltag eines Ministers einführen und stand unseren Fragen Rede und Antwort.

Im nächsten Vortrag „Hochwertige Nahrungsmittel aus der Pflanzenproduktion“ erläuterte der Referent uns passioniert die unterschiedlichen Feldfrüchte, die in Bayern angebaut werden, und deren Verwendung. Dabei konnte man einige interessante Fakten aufschnappen: zum Beispiel ist Bayern der größte Hopfenerzeuger der Welt.

Auch hier kamen wir bald auf ein kontroverses Thema zu sprechen, die Gentechnik. Während die sogenannte „rote Gentechnik“ in der Medizin anerkannt wird, hat es die „grüne Gentechnik“ in der Landwirtschaft schwer. Hier stellte sich dann auch die Frage, inwieweit das gerechtfertigt ist. Zum einen ist es ja so, dass die Nutzung von gentechnisch veränderten Pflanzen Vorteile haben, wie Resistenz gegen manche Schädlinge, ein geringerer Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und unter Umständen höhere Erträge. Zum Anderen wird etwas generiert, das eigentlich nicht natürlich ist. Überdies kommt die moralische Frage auf, inwieweit der Mensch seine Umwelt zu seinen Gunsten verändern darf. In Deutschland ist „grüne Gentechnik” nicht zugelassen, doch mit dem transatlantischen Freihandelsabkommen würde der Markt auch ausländischen Produzenten geöffnet werden, die durchaus mit Gentechnik arbeiten. So schloss sich der Kreis der Debatte wieder.

Im Anschluss begaben wir uns alle in die unweit gelegene Bayerische Staatskanzlei. Dort war es anfänglich eher weniger politisch. Wir erhielten eine durchaus informative historische Führung durch das geschichtsträchtige Gebäude. Auch hier war alles wie im Landwirtschaftsministerium renoviert, allerdings wirkte es auch unpersönlicher. Als krönender Abschluss gipfelte unsere Führung im Ministerratssaal, bei der uns die Sitzordnung der einzelnen Minister erklärt wurde, mit einem wunderbaren Blick auf ein sonniges München am Nachmittag.

Abschließend möchte ich der Schule und allen voran Herr Heinrich danken, der den Schulalltag mit politischen Exkursionen (Berlinfahrt, Ministerien, etc.) bereichert. Es ist wirklich ein großartiges Projekt den Schülern und Schülerinnen Einblick in die deutsche Politik zu geben. Wir alle wissen das zu schätzen.

Text: Alexander May Oberstufenjahrgang 2016/18; Artikel gekürzt, vollständiger Artikel erscheint im Fotojahrbuch

Fotos: Leonard Freißmuth Oberstufenjahrgang 2016/2018

Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

Am 23. September 2015 besuchte eine Schülergruppe des Maximiliansgymnasiums das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration und die Bayerische Staatskanzlei.

Resümee eines Schülers:

„Dieser Tag war eine gute Möglichkeit die Weichenstellungen in der Politik, insbesondere die der bayerischen Staatsregierung, kennen zu lernen. Gerade die Gespräche mit Mitarbeitern und Verantwortlichen des StMAS brachten uns Politik sehr nahe. Politik ist eine sehr theoretische Sache, jedoch hat der Projekttag „Lernort Staatsregierung“ uns näher an die Praxis herangeführt, insbesondere was die hochaktuelle Flüchtlingsfrage betrifft.” (vollständiger Bericht im Fotojahrbuch 2015/16)

Die Schülergruppe der Q11 und die Sozialkundelehrkräfte bedanken sich recht herzlich bei Herrn Kolitsch von der Landeszentrale für politische Bildung für die gute Organisation und die interessante Führung durch die Staatskanzlei, bei Frau Dr. Grienberger-Zingerle und Herrn Ministerialdirektor Dr. Markus Gruber vom Sozialministerium für die zur Verfügung gestellte Zeit und ihren gelungenen und abwechslungsreichen Vorträgen zur Organisation des Sozialministeriums und zur aktuellen Asylpolitik.

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Kabinettsaal in der Bayerischen Staatskanzlei
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Die Schülergruppe der Q 11 mit StR Bernhard Huber vor der Staatskanzlei am Reiterdenkmal (Otto von Wittelsbach)