Josef Erb

Josef Erb (1983-1988)

Josef Erb Am 19.1.1925 im unterfränkischen Aschaffenburg geboren, besuchte Josef Erb das dortige humanistische Gymnasium (heute Kronberg-Gymnasium). Nach zwei Jahren Kriegseinsatz und Gefangenschaft studierte er in Würzburg klassische Philologie, Geschichte und Philosophie. Vor dem zweiten Staatsexamen, das er 1950 am Alten Gymnasium in Würzburg ablegte, half er schon am Humboldt-Gymnasium in Schweinfurt aus. Im benachbarten Celtis-Gymnasium unterrichtete er anschließend ein Jahr, bevor er auf eigenen Wunsch nach Würzburg ins damals noch rein humanistische Riemenschneider-Gymnasium versetzt wurde.
Dort wirkte er, wie sein Vorgänger Lillig von der benediktinischen stabilitas loci geprägt, als Lehrer für Latein, Griechisch und Geschichte, seit 1960 auch als Seminarlehrer für Latein. Nebenberuflich war er als Lehrbeauftragter für lateinische Grammatik an der Universität Würzburg tätig. 1975 wurde er vom Kultusministerium zum Fachberater für Latein auf Landesebene ernannt. Einen pädagogisch-wissenschaftlichen Namen machte er sich durch seine beiden Livius-Textausgaben mit Kommentar, Begleittexten und einem Lehrerheft und mit zahlreichen methodisch-didaktischen Aufsätzen in der „Anregung“. Im ISB leitete er den Arbeitskreis der Lateinseminarlehrer und arbeitete in Arbeitskreisen zur Erstellung neuer Lehrpläne und von zahlreichen Handreichungen mit (u.a. Plinius-Briefe und Catull-Lektüre in Jahrgangsstufe 11, Augustinus-Lektüre und „Witz, Satire und Ironie“ für den Leistungskurs Latein). In der Lehrerfortbildung in Dillingen und Gars hielt er vor Fachkollegen häufig Referate und Lehrgänge. Am 1.8 1983 wurde er zum Nachfolger Ludwig Lilligs ans Maximiliansgymnasium berufen, das er mit Liebe und neuen Ideen fünf Jahre lang leitete. Sein Ziel war es, das humanistische Gymnasium unauffällig und kontinuierlich fortzuentwickeln und die Schüler in einem behutsam gelenkten arbeitsunterrichtlichen Verfahren zu kreativem Selbstentdecken zu führen. Großen Anteil hatte er am Zustandekommen des ersten Fotojahrbuchs 1986, von dem schon bald eine beachtliche Werbewirkung nach außen angesichts der deutlich zurückgehenden Schülerzahlen ausging. Um den Blick seiner Schule nach außen zu weiten, führte er Japanisch und Arabisch als Wahlunterricht an unserer Schule ein und begründete eine Partnerschaft mit einer Mittelschule in Sapporo.
Zum Ende des Schuljahres 1987/88 trat Josef Erb in den Ruhestand und zog wieder in seine Heimatstadt Würzburg, wo er weiterhin wissenschaftlich an lateinischen Ausgaben arbeitet und nebenbei ehrenamtlich als Organist in der Franziskanerkirche tätig ist.

1983
  • Brechts „Verhör des Lukullus“ und Shakespeares „Was ihr wollt“
  • Verabschiedung von Konrektor Dr. Rhein
  • 1. Preis im Bundeswettbewerb Mathematik für Thomas Troll
  • Robert Zysk erzielt 11. Platz beim internationalen Schachmeisterturnier in Ungarn
  • Martin Hipp wird Bayerischer Hallenmeister im Tennis
  • Erstmals Überreichung einer Pro-Meritis-Münze (geprägt zum Gedenken an das Geburtsjahr von Aristoteles), u.a. Für Facharbeit über die Baugeschichte des Maximiliansgymnasiums
  • Rom-Reise des LK Latein mit Frau Weinzierl
  • „Schirmfest“ der SMV mit 300 Regen- und Sonnenschirmen in der Maxhalle
  • Fischessen der Kollegstufe mit den Lehrern am Aschermittwoch
  • Vergeblicher Versuch von Schulleitung und Elternbeirat, Zusammenlegung der 11. Klassen zu verhindern
  • Abschaffung der Schulärzte wird nach Intervention verschoben
1984
  • Aufführung von Sophokles’ „Antigone“ in griechischer Sprache, von Shakespeares „Sommernachtstraum“ und einem Märchen aus 1001 Nacht durch das neu gegründete Marionettentheater
  • Auftritt der Big Band am „Tag der bayerischen Schulmusik“
  • Schulpartnerschaft mit Edinbourgh und erster Schüleraustausch
  • Erfolgreiche Teilnahme beim Certamen Ciceronianum in Arpino, dem Geburtsort Ciceros (bester Deutscher und 6. Platz bei 325 Teilnehmern: Andreas Wende)
  • Erfolgreicher Weihnachtsbasar (Erlös von über 4000.- DM für Jesuiten-Pfarrarbeit in Mexico-City)
  • Studientag „Mensch und Natur“
  • Erstmals Jahresbericht der Schule als Fotojahrbuch
  • Erstmals Pro-meritis-Löwen
  • Antigone-Aufführung der Schulbühne im Amphitheater des Englischen Gartens
  • Empfang der Schülerlotsen beim Münchner Oberbürgermeister
  • Brechts „Dreigroschenoper“ auf der Schulbühne
  • Klassik-Literaturabend
  • SMV spendet fast 4000.- DM aus Weihnachtsbazar-Erlös den Opfern des Vulkanausbruchs in Kolumbien
1985
  • Briefaktion des Elternbeirats wegen schlechter Lehrerversorgung in Mathematik/ Physik
  • 27.10.1985: Prof. Kurt Vogel, der „bayerische Euklid“, stirbt 97-jährig
  • Schuldelegation besucht Strauß in der Staatskanzlei anlässlich seines 70. Geburtstags
  • Studientag der 12. Klasse zum Thema „Menschliche Verantwortung und technischer Fortschritt“
  • Ehrenurkunde des Oberbürgermeisters für Aufführung des „Sommernachtstraums“ beim Theatertreffen der Münchner Schulen
  • Gegenbesuch der Schüler des Maximiliansgymnasiums in Edinburgh
  • Teilnahme von Schulleitung und Zehntklässlern am Festakt zum 200. Geburtstag König Ludwigs I.
  • Puppenbühne von Frau Wunderlich führt Carl Orffs „Weihnachtsgeschichte“, die Schulbühne Shakespeares „Wie es euch gefällt“ auf
  • Studientag zum Thema „Täuschung“
  • T-Shirts, Sweatshirts und Trainingsanzüge mit neuem „Max“-Emblem
  • Heftige Diskussion wegen der geplanten Schulzeitverkürzung infolge einer Wehrdienstverlängerung
  • Kollegstufe veranstaltet einen Südafrikatag
1986
  • 75-Jahr-Feier der Fertigstellung unseres derzeitigen Schulgebäudes
  • Die Theater- und Filmgruppe Sphaira eröffnet Ausstellung „Schulbühne am Maximiliansgymnasium – eine Retrospektive in Bildern“
  • Elternbeirat finanziert ein Cembalo
  • Ausstellung der Arbeiten des LK Kunst im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft
  • Einkaufsgutscheine als Dank der Stadt für die Tätigkeit der Schülerlotsen
  • Einrichtung des schulischen Sanitätsdienstes
  • Aufführung von Bachs Messe in g-moll
  • Feierliche Unterzeichnung einer Schulpartnerschaft mit der Inazumi Junior High School in Sapporo, der Münchner Partnerstadt
  • Erstmals Wahlunterricht in Arabisch und Japanisch
  • 5. Geburtstag der Elisabeth-J.-Saal-Siftung mit einem Festakt in der Residenz
1987
  • Schulbühne spielt Dürrenmatts „Ein Engel kommt nach Babylon“
  • Chor und Orchester unter Leitung von Herrn Guglhör führen Monteverdis Oper „Orfeo“ auf
  • Studientag der K12 „Lebensbilder1788-1988“
  • Big Band spielt beim Abschluss der Schwabinger Kulturwoche
  • Unser Gegenbesuch bei der Partnerschule in Sapporo im Mai
  • DDR-Fahrt der Leistungskurse SKG und Deutsch, Romfahrt des Leistungskurses Latein
  • Sonderpreis des Bundesministers für Bildung und Wissenschaft im Bundeswettbewerb Mathematik
  • Weihnachtsbasar-Aktion für Galapagos
  • Bert-Brecht-Abend
  • Fernsehauftritt der Big Band: 3. Platz im Landesvorentscheid des Wettbewerbs des Deutschen Musikrates für Laienorchester
  • Workshop-Wochenende unter Leitung des Jazz-Professors Joe Viera
  • Auftritt bei der „Kulturfete“ im Feierwerk
  • Die Schule verliert ihre Seminare für Sport und Katholische Religion;
  • Dr. Rupp geht an die Landeszentrale für Politische Bildung